Osteopathie


Jacqueline Eng

Osteopathin O., Msc Sport, Dozentin ISPW UNi Bern und ETH Zürich Bewegungswissenschaften

Osteopathie ist eine ganzheitliche, sanfte und mit den Händen ausgeführte Behandlungsmethode, die der Diagnose und Behandlung von Körperfunktionsstörungen dient. Der Osteopath widmet sich weniger den Symptomen, sondern sucht die Ursachen der Beschwerden und das individuelle Gesundheitspotenzial in den Patienten. Der ganzheitliche Ansatz der Osteopathie erfreut sich immer breiterer Akzeptanz.


Yolaine Merglen

Osteopathin

An der Osteopathie fasziniert mich, wie wir beobachten können, wie alle Teile von unserem Körper miteinander interagieren.

Mit Hilfe eines kleinen Impuls von uns Osteopathen vollendet der Körper nach der Behandlung die Genesung.
Da jeder Patient einmalig ist und sich dabei noch ständig verändert, ist auch jede Behandlung einmalig und muss rechtzeitig angepasst werden.


Mehr Informationen zur Ostheopathie finden Sie unter: www.osteopathie-villarentsch.ch


Behandlungsmöglichkeit bei Schwangeren:

  • Rückenschmerzen
  • Kreuz- und Steissbeinschmerzen oder Blockaden
  • Venenbeschwerden, Hämorrhoiden und Krampfadern
  • Atemnot
  • Magenbeschwerden
  • funktionellen Herzbeschwerden
  • Rippen und LWS-Blockierungen

Eine Schwangerschaft ist eine ganz spezielle Phase im Leben einer Frau und ihres ungeborenen Kindes. Während der Schwangerschaft muss sich die werdende Mutter in kurzer Zeit stark wechselnden Umständen anpassen. Diese Umstellungen werden durch verschiedene Hormone unterstützt, die jetzt vermehrt ausgeschüttet werden. Sie beeinflussen auch die Empfindsamkeit der schwangeren Frau gegenüber den Einflüssen von Außen und den inneren Prozessen. Die körperliche Wahrnehmung verändert sich und die Schwangere nimmt Eindrücke intensiver auf.

Der Schwangerschaftsverlauf ist von besonderer Bedeutung für die Entwicklung des Ungeborenen und für den Geburtsverlauf. Kinderkriegen ist keine Krankheit – Schwangerschaft und Geburt sind - Gott sei Dank! - ganz natürliche Prozesse.

Eine entspannte, unbelastete und freudig erlebte Schwangerschaft hingegen senkt die Gefahr von Frühgeburten und Geburtskomplikationen. Wird die werdende Mutter frühzeitig mit Hilfe von sanften, manuellen osteopahischen Techniken von einem erfahrenen Osteopathen behandelt, können die eventuell auftretenden Schwangerschaftsbeschwerden möglicherweise gelindert und der Geburtsvorgang erleichtert werden.

Häufige Beschwerden in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten sind Übelkeit und Erbrechen, Darmträgheit, aber auch Dysfunktionen des Bewegungsapparates; insbesondere von Wirbelsäule, Kreuz- und Steißbein, Becken und Beckenboden.

Im zweiten Drittel der Schwangerschaft kommt es häufig zu Wassereinlagerungen im Gewebe und in den Blutgefäßen (Bildung von Krampfadern) . Werden die untere Hohlvene und andere Venengeflechte im Becken eingeengt, klagen Schwangere oft über Venenbeschwerden, Hämorrhoiden und Krampfadern. Durch Rückstau kann das wiederum zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Wirbelsäulenbeschwerden führen. Bei derartigen Symptomen können z.B. venöse und lymphatische Techniken unterstützend sein, um die Flüssigkeitssysteme des Körpers zu regulieren.

Im letzten Schwangerschaftsdrittel nimmt der Körperumfang der Schwangeren beträchtlich zu, die Statik der Schwangeren verändert sich zunehmend. Die Wirbelsäulenkrümmungen werden verstärkt, was Dysfunktionen des Zwerchfells und der bindegewebigen Aufhängung der Gebärmutter haben kann. Da der wachsende Fötus zunehmend die Bauchorgane verdrängt sind die Druck- und Spannungsverhältnisse im Bereich des Magens und Zwerchfells erhöht, was darüber hinaus zu Atemnot, Magenbeschwerden, funktionellen Herzbeschwerden, sowie Rippen und LWS-Blockierungen führen kann.

In diesen Fällen werden bewusst Techniken eingesetzt, die z.B. eine Verbesserung der Beweglichkeit des Zwerchfells und der einzelnen Wirbel, eine Reduzierung der Spannungen im Bauchraum sowie eine Auflockerung des Aufhängesystems des Uterus bewirken. Schwangere leiden oft unter Rückenbeschwerden, die u.a. dadurch entstehen, dass sich die Statik und die Lage des Kreuzbeins verändern, damit der Beckeneingang geschlossen bleibt und Gebärmutter und Fötus gestützt werden: es entsteht ein stärkeres Hohlkreuz. Können die Muskelketten oder die Beckengelenke die Veränderungen nicht weiter kompensieren, geht das oft mit Schmerzen einher. Mit einer osteopathischen Behandlung können Becken und Bauch stabilisiert werden, und sowohl die inneren Organe, die Muskulatur und Bindegewebe als auch die dazugehörenden Gelenke mobilisiert werden.